Tuesday, March 2nd, 2010

Vorratsdatenspeicherung gekippt und gefördert

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat das Ge­setzt zur Vor­rats­da­ten­spei­che­rung ge­kippt und gleich­zei­tig die prin­zi­pi­elle Recht­mä­ßig­keit der ver­dachts­un­ab­hän­gi­gen Spei­che­rung von Ver­bin­dungs­da­ten zu­ge­stimmt. Die dazu ge­hö­rige Pres­se­mit­tei­lung ist wie im­mer et­was sper­rig und schwer zu durch­drin­gen. So­wohl fol­gen­schwere, als auch er­freu­li­che De­tails habe ich hier zu­sam­men­ge­tra­gen. wei­ter lesen » » »

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Wednesday, February 10th, 2010

Die Neiße bei Zittau twittert

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Das In­ter­net der Dinge ist seit der twit­tern­den To­ma­ten­pflanze ein Stück weit nä­her ge­rückt. Wenn nun also auch ein Fluss wie die Neiße sei­nen Pe­gel und u.U. den Hoch­was­ser­stand an­fängt zu twit­tern, dann ist das nur eine lo­gi­sche Kon­se­quenz be­reit­ste­hen­der Tech­no­lo­gien. Mit nur 50 Zei­len Code plät­schert die In­for­ma­tion in ei­nem Daten­for­mat da­her, was so­wohl in an­de­ren Kon­texte in­te­griert und ag­gre­giert wer­den kann. Nun also auch als Nach­rich­ten Feed (RSS) zum Abon­ne­ment be­reit steht. Von ei­nem Hoch­was­ser­warn­sys­tem zu spre­chen, wäre über­trie­ben, da die An­wen­dung die Da­ten nur al­ler vier Stun­den ak­tua­li­siert und twit­ter nicht sel­ten un­ter der Last der An­fra­gen zusammenbricht.

Viele Fra­gen sich nach dem Nut­zen von Twit­ter und wis­sen selbst nichts da­mit an­zu­fan­gen. Ich denke ge­rade in der Ver­füg­bar­ma­chung von Echt­zeit­da­ten­strö­men, wie dem Was­ser­stand der Neiße, liegt ein bis­lang noch un­ge­nutz­tes Po­ten­tial von twit­ter & Co. Wohl­ge­merkt braucht es kei­nen zen­tra­len An­bie­ter wie twit­ter, um Um­welt­da­ten o.ä. als RSS anzubieten.

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Thursday, January 7th, 2010

SachsenPortalU - "U" wie was denn?

Sach­sens Um­welt­mi­nis­ter Frank Kup­fer er­öff­nete am 4. Ja­nuar eine Such­ma­schine zum Auf­spü­ren um­welt­rel­van­ter In­for­ma­tio­nen im Frei­staat. Sach­sen­Por­talU nennt sich die Seite, auf der über eine Mil­lio­nen Web­sei­ten und Daten­bank­ein­träge the­ma­tisch und orts­ab­hän­gig durch­fors­tet wer­den kön­nen. So weit der In­halt der Pres­se­mel­dung, doch was kann man dort fin­den, was gUUgle nicht fin­det? wei­ter lesen » » »

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Wednesday, December 23rd, 2009

Braindrain Zittau - Konstanz

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"Das Pla­kat bringt auf eine schlichte, aber zu­gleich pfif­fig ein­gän­gige Art und Weise zum Aus­druck, was Kon­stanz aus­macht: Nicht nur auf­grund sei­ner ein­ma­li­gen Lage am Bo­den­see eine her­vor­ra­gende Le­bens­qua­li­tät bie­ten zu kön­nen, son­dern dar­über hin­aus auch Stätte für Spit­zen­for­schung und in­no­va­tive Tech­no­lo­gien und Wirt­schafts­un­ter­neh­men zu sein". Ja, das mag Kon­stanz sein.

Doch ist es nicht ma­ka­ber in ei­ner Stadt wie Zit­tau, die mas­siv un­ter der Ab­wan­de­rung jun­ger gut aus­ge­bil­de­ter Leute zu lei­den hat, auch noch für die­sen Brain­drain zu wer­ben? Sind die Ei­gen­tü­mer die­ser Wer­be­flä­chen der­art gie­rig, dass sie für den Fort­gang ih­rer Kin­der und den da­mit ver­bun­de­nen Nie­der­gang der Re­gion wer­ben lassen? 

Bei ge­naue­rer Be­trach­tung fällt der er­wähn­ten Ziel­gruppe dann hof­fent­lich auf, dass Kon­stanz nicht zwei­fels­frei die Stadt am Was­ser (H2O), son­dern die Stadt am Form­al­de­hyd (CH2O) zu sein scheint. Die Um­risse des Bo­den­sees wur­den auf dem Pla­kat mit H2O-Symbolen auf­ge­füllt, die je­weils aus zwei stern­för­mig an­ge­ord­ne­ten H und ei­nem O be­ste­hen, wel­che durch drei Stri­chen ver­bun­den sind. Che­mi­ker er­in­nern diese Sym­bole am ehes­ten an Form­al­de­hyd, statt an Was­ser. Den Zit­tau­ern be­libt diese sub­tile Fest­stel­lung hof­fent­lich nicht verborgen.

Ich rufe hier­mit zu ei­nen Ge­gen­ent­wurf ei­nes Pla­ka­tes mit dem Ti­tel "Zit­tau - Die Stadt an der Kohle" oder "Zit­tau - Die Stadt mit Grenz­wert" auf. Ein­rei­chun­gen als Kommentar-Link oder via Mail an: niels atttt nise81 dotttt com.

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Saturday, December 12th, 2009

Identifikation via IP-Adresse ist unsicher

In der Wo­chen­zei­tung Die Zeit er­schien ein aus­ge­zeich­ne­ter Ar­ti­kel, der so­wohl die Pra­xis der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung, als auch die kläg­li­chen Netz­sper­ren ad ab­sur­dum führt. Beide An­sätze ba­sie­ren auf der An­nahme Ver­däch­tige bzw. straf­fäl­lig ge­wor­dene Per­so­nen an­hand ih­rer IP-Adresse zu iden­ti­fi­zie­ren. Die IP-Adresse wird dy­na­misch vom In­ter­net­an­bie­ter bei der Ein­wahl ins In­ter­net ver­ge­ben und spä­tes­tens nach 24 Stun­den ge­än­dert. Le­dig­lich den Pro­vi­dern ist also be­kannt, wem zu wel­chem Zeit­punkt eine be­stimmte IP-Adresse zu­ge­wie­sen wur­den. Im Falle ei­ner im In­ter­net be­gan­ge­nen Straf­tat oder ei­nes ähn­lich be­grün­de­ten Ver­dachts, kön­nen Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den die Zu­ord­nung von An­schluss­in­ha­ber und IP-Adresse beim Pro­vi­der er­fra­gen (UrG §101), da die­ser sel­bige über sechs Mo­nate auf Vor­rat spei­chern muss. Die Schluss­fol­ge­rung, dass der An­schluss­in­ha­ber an­hand der IP-Adresse für eine wie auch im­mer ge­ar­tete Straf­tat ver­ant­wort­lich ge­macht wer­den kann, ver­nach­läs­sigt die Rea­li­tät in der Nut­zung des In­ter­nets, weil:

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